Kooperation mit Plan International

Minderjährige Mädchen, die schwanger werden, sind keine Seltenheit in Nicaragua. Tatsächlich werden ¼ aller Mädchen in Nicaragua vor ihrem 18. Geburtstag schwanger.

Das hat Konsequenzen – nicht nur für die nicaraguanische Gesellschaft, sondern vor allem für die Mädchen, die Familien und für die nächste Generation. Wie geht eine 16-jährige mit so viel Verantwortung um? Wie bewältigen die Familien diese Situation? Um diese Fragen zu beantworten wollte ich ein schwangeres Mädchen während der Schwangerschaft begleiten. Doch das erwies sich als schwieriger als erwartet.

Ich habe mich vor einem halben Jahr an Organisationen gewandt, die den Familien in solchen Situationen helfen. Diese Organisationen sind meist staatlich oder zumindest Regierungsnah. Nach ersten Zusagen haben schließlich alle abgesagt.

Umso mehr freue ich mich, dass das Regionalbüro von Plan International zugesagt hat, mir bei diesem sensiblen Thema zu helfen. Die Organisation arbeitet mit vielen kleinen Projekten direkt in den Dörfern und unterstütz betroffene Familien, leistet aber auch Präventionsarbeit.

In einem ersten Interview mit Johanna Chavez, die vor Ort verantwortlich für dieses Programm ist, zeigte sich schnell, dass das Problem in der Nicaraguanischen Kultur tief verwurzelt ist: “Der Machismus, die Hierarchie in der Familie, die Erziehung, fehlende Bildungschancen, das alles führt letztlich dazu, dass so viele Mädchen so früh schwanger werden.”

 

 

 

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